Von der Spree an die Elbmündung – Wettervorschau für Berlin und Hamburg

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Die Elbe (niederdeutsch Elv, tschechisch Labe, lateinisch Albis) ist ein mitteleuropäischer Strom, der in Tschechien entspringt, durch Deutschland fließt und in die Nordsee mündet.

  • Sie ist der einzige Fluß, der das von Mittelgebirgen umschlossene Böhmen zur Nordsee hin entwässert.
  • Zu den bekanntesten Gewässern ihres Einzugsgebiets gehören die Moldau, die Saale, die Havel mit der Spree und die Elde mit der Müritz.
  • Im Oberlauf durch die Mittelgebirge geprägt, folgt sie im weiteren Verlauf zwei Urstromtälern des Norddeutschen Tieflands.

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Gemessen an der Größe ihres Einzugsgebietes von 148.300 km² liegt sie für Mitteleuropa gemäß Liste der Flüsse in Europa an 4. Stelle hinter

  1. der Donau,
  2. der Weichsel und
  3. dem Rhein,

gefolgt von Oder und Memel.

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Das niederdeutsche Elv, der hochdeutsche Name Elbe wie auch der tschechische Name des Flusses sind gleichen Ursprungs; der slawische Name Labe ist angesichts seiner Lautgestalt bereits früh aus dem Germanischen oder Lateinischen entlehnt worden:

In der Antike nannten Griechen, Kelten und Römer, so etwa Plinius und Tacitus, den Strom Albis, die Germanen Albia.

  • Der althochdeutsche Name des Flusses lautet Elba, 
  • der altenglische Ælf, Ielf und
  • der altnordische Saxelfr.
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Wahrscheinlich ist er etymologisch identisch mit altnordisch elfr „Fluß“, das in den heutigen skandinavischen Sprachen als schwedisch älv, norwegisch elv und isländisch elfur fortlebt.

Der schon 18 n. Chr. bei Strabon belegte Name dürfte somit auf ein urgermanisches Appellativum *albijō- (vgl. die latinisierte Form Albia) mit der Bedeutung „Fluß“ zurückgehen, das außerhalb des Nordischen schon früh außer Gebrauch gekommen ist.

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Die Elbe ist somit von den frühen Germanen schlicht als „der Fluß“ bezeichnet worden, was zur dominierenden Stellung des Flusses in der Norddeutschen Tiefebene paßt, der vermutlichen Wiege der germanischen Sprachen – mit Sicherheit aber des Westgermanischen.

Die Bezeichnung könnte analog zum gallischen Flußnamen Albis (heute Aube) als „weißes Wasser“, im Gegensatz zum Namen Dubis (heute Dub) für „Schwarzwasser“, zu deuten sein. Der Name geht vermutlich auf das indogermanische Adjektiv *h₂elbʰ-o- „weiß“ zurück und ist mit dem lateinischen albus „weiß“ verwandt.

Spree und Havel
Spree und Havel

Die Havel ist ein Fließgewässer im Nordosten Deutschlands und mit 334 Kilometern Länge der längste rechtsseitige Nebenfluß der Elbe. Die direkte Entfernung zwischen Quelle und Mündung beträgt allerdings nur 94 Kilometer.

  • Die Havel entspringt in Mecklenburg-Vorpommern,
  • durchfließt Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt und
  • mündet an der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt in die Elbe.

285 Flußkilometer verlaufen in Brandenburg. Sie fließt zunächst durch zahlreiche kleine Seen in südöstlicher, dann in südlicher, westlicher und schließlich in nordwestlicher Richtung.

Dabei beträgt der Höhenunterschied lediglich 40,6 Meter.

Mit durchschnittlich 103 Kubikmetern pro Sekunde hat die Havel nach Moldau (150 m³/s) und Saale (117 m³/s) die drittgrößte Wassermenge unter den Nebenflüssen der Elbe. Der größte Teil des Flußlaufs ist schiffbar. Fast im gesamten Verlauf regulieren Wehre und Schleusen die Tiefe und Führung des Wassers. Trotz des Ausbaus zur Wasserstraße hat die Havel dank der zahlreichen natürlichen Seen, durch die sie fließt, ein beachtliches Speichervermögen und hält den Wasserstand auch bei längeren Trockenperioden. 

Gefährlich hohe Wasserstände sind selten und werden meist im Havelunterlauf vom Elbhochwasser ausgelöst.

Etliche Seitenkanäle verkürzen den Wasserweg für die Binnenschifffahrt.

Größter Nebenfluß der Havel ist die Spree, die an ihrer Mündung mehr als doppelt so viel Wasser wie die Havel führt (38 m³/s gegenüber 15 m³/s) und diese zudem auch in der Länge übertrifft (380 km).

2004 wurde die Havel von den Naturfreunden Deutschlands und dem Deutschen Anglerverband zur Flußlandschaft des Jahres gekürt. Der Fluß wird seit 2009 durch den Havelradweg begleitet.

Elbe
Elbe

Der Name der Havel (sorbisch: Habola) soll noch aus der vorslawischen, germanischen Besiedlungsphase stammen und somit der ältesten Schicht von Territorialbezeichnungen auf dem Gebiet des Landes Brandenburg und der Stadt Berlin zugehören, abgeleitet vom germanischen Habula.

  • Er ist mit Hafen und Haff etymologisch verwandt. 
  • Der Wortstamm Haf bezeichnet eine Bucht oder Ausbuchtung.
  • Auch irdene, bauchige Keramik wurde im deutschen Sprachraum zu früheren Zeiten oft als „Hafen“ bezeichnet.

Dieser Interpretation zufolge deckt sich die Namensgebung mit der Gestalt der Havel als buchtenreichem Fluß.

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